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Dr. med. Heiner Frei
Facharzt FMH für Kinder- und Jugendmedizin / Schweiz

Lebenslauf

  • 1977 Staatsexamen in Humanmedizin an der Universität Bern
  • 1977 bis 1982 Ausbildung zum Facharzt Pädiatrie, v.a. im Inselspital Bern
  • 1983-1987 Oberarzt für pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Universitätskinderklinik Bern
  • Ab 1987 pädiatrische Praxis in Laupen
  • 1987-1992 Ausbildung in Homöopathie (Dres Furlenmeier, Dietrich, Gypser)
  • 2001-2005 ADHS Doppelblindstudie, Publikation in Eur J Ped 2005
  • 2001 Entwicklung der Polaritätsanalyse
  • 2005-2020 Veröffentlichung mehrerer Bücher über die Polaritätsanalyse bei akuten und chronischen Erkrankungen, ADHS, multimorbiden Patienten und Wahrnehmungsstörungen
  • 2015 Veröffentlichung der Outcomestudie über die Behandlung multimorbider Patienten in Homeopathy
  • Forschungspreise (gemeinsam mit dem IKIM-Team der Universität Bern): SNE-Förderpreis 2001, K+H Holzschuh 2008, Tiedemann 2009, IHAMB 2013

Abstract
Bewältigung der Symptomenfülle bei multimorbiden Patienten – ein Polaritätsanalyse-Beitrag

Leidet ein Patient an drei oder mehr Krankheiten, so sprechen wir von Multimorbidität. Oft liegt dabei eine Fülle von Symptomen vor, die die Identifikation eines passenden homöopathischen Arzneimittels erschwert.

Dieses Referat zeigt Ihnen Strategien auf, die verhindern, dass Sie sich in einem Dschungel der Symptome verirren. Dazu braucht es das Bewusstsein, dass nicht jedes Symptom gleichermaßen zuverlässig und wichtig ist, sondern einzelne, besonders wichtige Symptome die besten Wegweiser zum Simile sind. Es handelt sich dabei fast immer um Modalitäten und polare Symptome. Bestehen unter diesen Widersprüche, so kann in der Regel mit der Rangordnung von Bönninghausen oder mit Hilfe der Heringschen Regel Ordnung ins Chaos gebracht werden.

Die Strategien werden Ihnen anhand von mehreren Fallbeispielen vorgestellt. Zusätzlich wird mit einer prospektiven Outcome-Studie an 50 multimorbiden Patienten aufgezeigt, welche Resultate innerhalb von 12 Monaten erreichbar sind. Fast bei allen Studienteilnehmern konnten polypragmatische Behandlungen mit vielen, gleichzeitig verabreichten konventionellen Medikamenten abgesetzt werden.