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Dr. med. Gisela Etter
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin

Präsidentin UNION Schweizerischer komplementärmedizinischer Ärzteorganisationen

Präsidentin Schweizer Verein homöopathischer Ärztinnen und Ärzte (SVHA)

Schweiz



Lebenslauf

  • Studium der Humanmedizin 1986-1992, Universität Zürich
  • Erlangung der Doktorwürde 1993, Universität Zürich
  • Facharzttitel Allgemeine Innere Medizin 2002, Schweiz
  • Selbständige Praxistätigkeit
  • Weiterbildung Homöopathie 1991- 1999
  • Fähigkeitsausweis Homöopathie (SVHA) 1999
  • Lehrtätigkeit Homöopathie seit 2008
  • Mitglied der Weiter- und Fortbildungskommission SVHA 2009- 2016
  • Präsidentin SVHA seit 2016
  • Präsidentin UNION seit 2017

Abstract
Gefahr der Antibiotikaresistenzen – Potential der Homöopathie nutzen

Durch Evidenz basierte Medizin erhielt die jahrzehntelange Tradition der Homöopathie mit ihrer zurückhaltenden Anwendung von Antibiotika eine  wissenschaftliche Bestätigung.

Antibiotikaresistenz ist ein komplexes und stark in Zunahme begriffenes Problem der öffentlichen Gesundheit, einhergehend mit erhöhter Sterblichkeit und immensen Kosten für das Gesundheitswesen.

Die Schweiz setzt bei der Umsetzung der Strategie Antibiotikaresistenzen (StAR) zwar auf einen ganzheitlichen Ansatz nach dem One-Health-Prinzip (Mensch, Tier und Umwelt). Eine integrative Zusammenarbeit mit der Komplementärmedizin findet trotz politischem Druck nur marginal statt. 

Die ärztliche Homöopathie hat in der Behandlung von Infektionskrankheiten langjährige Erfahrungen im sparsamen, aber trotzdem sachgerechten Einsatz von Antibiotika und es gibt zahlreiche Hinweise, dass Grundversorger mit einer Weiterbildung in Homöopathie weniger Antibiotika verschreiben als ihre konventionell tätigen Kolleginnen und Kollegen. Dies belegen aktuelle Zahlen aus der Schweiz.

Der Beitrag wird praxisnah gestaltet mit Kasuistiken, die aufzeigen, wie das Potential der Homöopathie im Kampf gegen Antibiotikaresistenzen genutzt werden kann.